Ukraine-Krieg im Liveticker: +++ 01:01 5800 Züge im September wegen Angriffsgefahr evakuiert +++

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Der Chef der österreichischen Raiffeisen Bank International (RBI), Michael Höllerer, sieht derzeit keine Anzeichen für eine drohende Zwangsenteignung des Russland-Geschäfts. Die RBI wolle das Land aber so schnell wie möglich verlassen. "Wenn ich morgen eine Opportunität hätte, au...

Der Chef der österreichischen Raiffeisen Bank International (RBI), Michael Höllerer, sieht derzeit keine Anzeichen für eine drohende Zwangsenteignung des Russland-Geschäfts. Die RBI wolle das Land aber so schnell wie möglich verlassen. "Wenn ich morgen eine Opportunität hätte, aus Russland auszusteigen, würde ich es morgen machen", sagt Höllerer im Klub der Wirtschaftspublizisten in Wien. Die Bank prüfe seit Beginn des Krieges in der Ukraine einen Ausstieg. Ein solcher Schritt sei jedoch komplex und erfordere zahlreiche Genehmigungen, insbesondere von den russischen Behörden.

Russland beschießt eigenen Angaben zufolge ein Frachtschiff im ukrainischen Schwarzmeerhafen Piwdennji. Das Schiff sei zur Versorgung des ukrainischen Militärs eingesetzt worden, teilt das russische Verteidigungsministerium mit.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hofft trotz der verstärkten russischen Angriffe auf sein Land auf eine baldige Wiederaufnahme von Gesprächen über eine Beendigung des Kriegs. "Ich gehe davon aus, dass es der amerikanischen Seite im Oktober gelingen wird, ein Dreiertreffen zu organisieren", sagt er in seiner abendlichen Videoansprache. Das ukrainische Verhandlungsteam stehe bereit. "Diese Bereitschaft muss nun auch von Russland kommen." Die Diplomatie müsse nun auch in Russland zur Priorität werden. "Bislang konzentrieren sie sich ausschließlich auf Angriffe auf die Ukraine und auf destabilisierende Aktivitäten in Europa", so Selenskyj. Eine wichtige Aufgabe der USA und aller starken Partner der Ukraine sei es, Russland zur Diplomatie zu bewegen, "zu konkreten Schritten statt zu Tötungen". Russland hat seit Beginn seines Angriffskriegs gegen die Ukraine mehrfach angedeutet, zu Verhandlungen unter Bedingungen bereit zu sein, sich dann aber wieder distanziert.

Im September sind in der Ukraine nach Angaben des Bahnbetreibers mehr als 5800 Züge wegen der Gefahr durch russische Drohnenangriffe evakuiert worden. Insgesamt 5831 Züge seien betroffen gewesen, durchschnittlich 205 Züge pro Tag, teilt der ukrainische Bahnbetreiber mit. Zugverbindungen werden demnach regelmäßig gestoppt, sobald russische Drohnen näher als 100 Kilometer herankommen. Im Falle eines drohenden Angriffs müssen die Passagiere aussteigen und auf Feldern oder am Gleisrand warten, bis die Gefahr vorüber ist. Der längste erzwungene Halt dieser Art im September dauerte sechseinhalb Stunden.

Die Zahl der Anträge auf Kriegsdienstverweigerung steigt angesichts der wachsenden Spannungen zwischen der Nato und Russland und des neuen Wehrdienstes rasant an. "Im Zeitraum Januar bis August 2026 sind im BAFzA (Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben, Anm. d. Red.) insgesamt 12.102 Anträge auf Kriegsdienstverweigerung eingegangen", sagte eine Sprecherin dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Im gesamten Jahr 2025 gab es laut dem Bundesamt lediglich 3879 Anträge, 2024 waren es 2249.

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https://www.n-tv.de/politik/00-01-Geschoss-trifft-Bus-an-moldauisch-ukrainischer-Grenze-id30859357.html
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