Trotz vorläufigen Richterspruchs: Weißes Haus weist Reporter weiter ab

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In seinem Dauerstreit mit den Medien hatte US-Präsident Trump unter anderem CNN den Zugang zum Weißen Haus verweigert. Ein Richter setzte die Entscheidung außer Kraft - doch das Weiße Haus sperrt sich.

Trotz vorläufigen Richterspruchs Weißes Haus weist Reporter weiter ab Stand: 24.09.2026 • 16:47 Uhr

In seinem Dauerstreit mit den Medien hatte US-Präsident Trump unter anderem CNN den Zugang zum Weißen Haus verweigert. Ein Richter setzte die Entscheidung außer Kraft - doch das Weiße Haus sperrt sich.

Trotz einer richterlichen Anordnung hat das Weiße Haus Journalisten der Sender CNN und MS NOW sowie des Portals Politico weiter den Zutritt verweigert. Die drei betroffenen Medien wandten sich daraufhin erneut an das zuständige Gericht. Sie verlangten eine dringende Folgeanhörung, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete.

Trump hatte am Freitag erklärt, er werde den Sendern MS NOW und CNN sowie dem Newsportal Politico keinen Einlass mehr ins Weiße Haus gewähren, da sie Falschnachrichten verbreiteten - ein Vorwurf, den er immer wieder gegen Medien erhebt, die kritisch über ihn oder die Regierungspolitik berichten.

Die von Präsident Trump verhängte Sperre sei wahrscheinlich verfassungswidrig, so das Gericht. mehr

US-Bezirksrichter Tim Kelly hatte vergangene Nacht für zunächst 14 Tage ausgesetzt. Er erklärte zur Begründung, der Entzug der Akkreditierungen verletze wahrscheinlich die verfassungsmäßigen Rechte der Journalisten auf ein ordentliches Verfahren.

Zudem äußerte der Richter Zweifel an den Argumenten des US-Justizministeriums, das die Sperre mit der nationalen Sicherheit begründet hatte.

Nach dem Rausschmiss aus dem Weißen Haus wehren sich CNN und die anderen Medien juristisch und bekommen Unterstützung. mehr

Wie CNN berichtete, waren der Reporterin Betsy Klein und einem Fotojournalisten am Morgen nach dem Richterspruch der Zutritt zum Gelände des Weißen Hauses bei mehreren Versuchen weiter verwehrt worden. Einem CNN-Produzenten sei es dagegen gelungen, sehr früh am Morgen das Weiße Haus mit seinem Ausweis zu betreten.

Eine Reporterin des Senders MS NOW erklärte, ihr sei der Zugang versperrt worden. Dem Reporter von Politico sei zudem der Presseausweis entzogen worden, berichtete das Magazin. Laut CNN wurde kein Grund für die Ablehnung genannt.

Nach dem Ausschluss der drei Medien hatten sich andere große Sender solidarisch gezeigt. ABC, CBS, NBC und selbst der Trump-nahe Sender Fox News erklärten, sie würden vorerst nicht mehr über Auftritte des Präsidenten in vollem Umfang berichten. Keine Regierung dürfe die Arbeit von Medienunternehmen einschränken, nur weil sie deren Berichterstattung missbillige.

Dieses Thema im Programm: BR24 Radio | Nachrichten | 24.09.2026 | 15:45 UhrDas Erste | tagesschau | 24.09.2026 | 08:30 Uhr

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https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/usa-medien-cnn-trump-100.html
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