Stiftung Warentest enthüllt: Das steckt wirklich in Diätshakes - T-Online
Diätshakes werden mit Pulver angerührt: Das Getränk soll eine Mahlzeit ersetzen. (Quelle: Olga Yastremska/getty-images-bilder)VorlesenAktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:001xArtikel teilenOb nach den Feiertagen oder als Einstieg in eine langfristige Ernährungsumstellung: Viele greifen zum Diätshake. Doch nicht jedes Produkt ist empfehlenswert.
Wer Gewicht verlieren möchte, kann mit Abnehmshakes nachhelfen, so lauten die Versprechen solcher Produkte. Die Shakes sollen vollwertige Mahlzeiten ersetzen und somit ein Kaloriendefizit im Körper erzeugen, das langfristig zu einem Gewichtsverlust führt. Ob das wirklich funktioniert und wie verschiedene Diätshakes im Produkttest abschneiden, berichtet die Stiftung Warentest in der Januar-Ausgabe 2026. Die Warentester haben 20 Produkte auf Werbeversprechen, Inhaltsstoffe und ihre Wirksamkeit untersucht.
Zwar können Verbraucher mit den getesteten Diätshakes tatsächlich einen Abnehmerfolg erzielen, viele Produkte sind jedoch aufgrund von enthaltenen Schadstoffen, Keimbelastung oder irreführenden Angaben auf der Verpackung nicht empfehlenswert.
Eine "sehr gute" Bewertung erhält keines der getesteten Shakes. Für "gut" befinden die Tester lediglich zwei Produkte. Darunter der "Fit+Feelgood Slim Shake Vanille-Sahne Geschmack" von Layenberger, das gleichzeitig das günstigste Produkt des Tests ist. Der Shake soll mit fettarmer Milch zubereitet werden und überzeugt geschmacklich, allerdings nicht ohne Kritik: Das Getränk schmecke etwas zu künstlich. Auch bei den Inhaltsstoffen und -angaben besteht das Produkt, in der Kategorie Schadstoffe allerdings nur mit der Note "befriedigend". Hier geben die Warentester keine weiteren Details an.
Die Stiftung Warentest weist darauf hin, dass Diätshakes allein keine große Wirkung erzielen, wenn sie nicht richtig angewendet werden. Eine gesunde, begleitende Ernährung sowie Bewegung sind essenziell für eine gesunde und nachhaltige Gewichtsabnahme.
Auch wenn die Diätshakes grundsätzlich beim Abnehmen helfen können, enttäuscht die Qualität einiger Produkte. Zwei Shakes erhielten das Urteil "mangelhaft". Bei dem schlechtesten Produkt des Tests, dem Bio-Shake "Slim Choco" von Trinkkost fanden die Prüfer eine erhöhte Keimzahl, die sogar den Warnwert der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie (DGHM) überschritt, sodass der Shake aus Sicherheitsgründen gar nicht erst verkostet wurde. Zusätzlich war das Produkt mit dem Schwermetall Kadmium belastet. Es kann sich im Körper anreichern und langfristig gesundheitsschädlich wirken.
Insgesamt bemängelte die Stiftung Warentest bei mehreren Pulvern erhöhte Schadstoffgehalte, darunter Chlorat, das über Desinfektionsmittel oder gechlortes Trinkwasser in die Produkte gelangen kann. Chlorat kann langfristig die Jodaufnahme der Schilddrüse hemmen. Auch erhöhte Aluminiumgehalte wies das Labor in einem Produkt nach, das bei langfristiger Aufnahme Nerven schädigen kann.
Andere Shakes erhielten Punktabzug, weil sie die gesetzlichen Vorgaben zur Kennzeichnung nicht einhielten, etwa durch fehlende Warnhinweise oder übertriebene Werbeaussagen zur angeblichen Wirkung. Auch bei den Aromen tricksen einige Anbieter: Mit Vanilleblüten auf der Verpackung wird echte Vanille suggeriert, im Labor fanden sich jedoch häufig nur künstliche Aromastoffe.
Zuletzt kritisierten die Tester auch die Nährstoffzusammensetzung vieler Shakes. Zwar halten sich die Produkte an die Vorgaben für die Kalorienzahl, es fehlen jedoch häufig Ballaststoffe oder Vitamine, bei manchen ist zudem zu viel Zucker zugesetzt.
Das ausführliche Testergebnis lesen Sie in der Januar-Ausgabe der Stiftung Warentest.
Die Stiftung Warentest hat 20 Diätshakes mit Vanillegeschmack untersucht. Bewertet wurde nicht nur, wie gut die Produkte beim Abnehmen helfen können, sondern auch ihre Qualität insgesamt. Im Labor analysierten Fachleute die Nährstoffzusammensetzung von Eiweiß-, Fett-, Zucker- und Ballaststoffgehalt sowie die Kalorien pro Portion. Auch Schadstoffe wie Aluminium, Kadmium, Chlorat oder Mineralölbestandteile wurden geprüft. Zur Beurteilung der Eignung zur Gewichtskontrolle wurden unabhängige Experten beauftragt, die die aktuelle Studienlage analysierten.
Zusätzlich untersuchten die Tester die Pulver auf Keime wie Schimmelpilze und Enterobakterien. Drei geschulte Personen verkosteten die Shakes und bewerteten Aussehen, Geruch, Geschmack und Mundgefühl. Nicht zuletzt prüften die Tester Verpackung und Kennzeichnung, zum Beispiel auf fehlende Pflichtangaben oder irreführende Vanille-Versprechen. Den größten Einfluss auf die Gesamtbewertung nahmen die Eignung zur Gewichtskontrolle (30 Prozent), das sensorische Urteil (20 Prozent) sowie Schadstoffe und Deklaration (jeweils 20 Prozent).
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