Scheinkindoperationen wichtig: Polizei ermittelt in immer mehr Fällen von Kindesmissbrauch
Die Polizei ist zunehmend im Einsatz gegen Pädokriminelle. Teils sehen Ermittler "einen dramatischen Anstieg" bei den Fallzahlen. KI wird sie wohl weiter befeuern und nicht abschwächen.
Sexuelle Gewalt gegen Kinder und sogar Säuglinge, Jugendpornografie, Erwachsene, die über Onlinespiele Kontakte zu Minderjährigen anbahnen - die Polizei hat im vergangenen Jahr erneut mehr Missbrauchsfälle bei Kindern und Jugendlichen registriert. Die Zahl der Betroffenen stieg, ebenso die Zahl der Tatverdächtigen. Die registrierten Fälle lagen deutlich höher als noch vor fünf Jahren, wie aus dem "Bundeslagebild Sexualdelikte zum Nachteil von Kindern und Jugendlichen" des Bundeskriminalamts (BKA) hervorgeht, das in Berlin vorgelegt wurde.
Ermittler und Experten blicken zudem mit Sorge in die Zukunft. Die zunehmende Verwendung künstlicher Intelligenz, um Missbrauchsdarstellungen auch komplett künstlich zu erzeugen, wird ihrer Einschätzung nach nicht zu sinkenden Opferzahlen führen - im Gegenteil.
"Auch wenn in einzelnen Teilbereichen Rückgänge von Fallzahlen erkennbar sind, bleiben die Zahlen der Sexualdelikte erschreckend hoch und verzeichnen auch in Teilen einen dramatischen Anstieg", sagte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt bei der Vorstellung des Lagebilds in Berlin. Er wies im Bereich Jugendpornografie auf einen Anstieg der Fälle von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und sprach von einem dramatischen Befund.

