Die besten externen Festplatten und SSDs im Test - BILD

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Wer Hunderte Gigabyte an Fotos, Videos oder wichtigen Dateien transportieren oder langfristig speichern möchte, kommt an einer externen Festplatte oder SSD nicht vorbei. Weil es um persönliche Daten und schnelle Übertragungsraten geht, brauchen Sie das passende Modell. Welche externen Festplatten eine gute Wahl sind, zeigt unser Test.

Info: Bei Notengleichheit in der Bestenliste sortieren wir nach unseren internen Testergebnissen, in denen wir auf drei Nachkommastellen genau rechnen.

Externe SSDs sind heute das, was früher die klassische Festplatte war. Als modernes Speichermedium bieten SSDs (Solid State Drives) deutlich höhere Geschwindigkeiten, arbeiten leiser und sind robuster, weil sie ohne bewegliche Bauteile auskommen. Lange Zeit hatten vor allem SSDs mit viel Speicherplatz ihren Preis. Inzwischen sind die Kosten jedoch gesunken, sodass auch größere Modelle bezahlbar sind und herkömmliche externe Festplatten zunehmend ersetzen.

Nur wer besonders viel Speicherplatz braucht, fährt mit einer Festplatte oft noch besser – denn pro Euro bekommt man dort meist mehr Gigabyte. Wir haben verschiedene externe SSDs und einige besonders geräumige Festplatten getestet – und verraten Ihnen, welches Modell wirklich überzeugt!

Auf den ersten Platz schafft es die Samsung Portable SSD T9 mit 1 Terabyte Speicherkapazität. Die externe SSD überzeugte im Test mit sehr hohem Tempo beim Lesen (rund 1055 Megabyte pro Sekunde) und Schreiben (rund 847 Megabyte pro Sekunde). Auch der Datenzugriff gelingt flott.

Hinzu kommt ein langes Anschlusskabel. Lediglich das Gewicht ist mit 15,6 Gramm vergleichsweise hoch. Preislich liegt die Samsung Portable SSD T (1 TB) bei knapp 180 Euro (Stand: August 2026).

Die Kingston XS1000 ist etwas langsamer als der Testsieger, dafür aber eine ganze Ecke günstiger: Sie kostet etwa 145 Euro (Stand: August 2026). Im Test überzeugte sie mit sehr hoher Lese- und Schreibgeschwindigkeit (1085 und 996 Megabyte pro Sekunde) sowie schnellem Datenzugriff.

Die XS1000 ist sehr klein und mit 29 Gramm sehr leicht. Das Anschlusskabel ist mit einer Länge von 24 Zentimetern ziemlich kurz. Okay am Laptop, etwas fummelig am Schreibtisch-PC.

Niemand will lange auf das Überspielen von Daten warten – daher ermitteln unsere Tester das Tempo der externen Festplatten und SSDs ganz genau: Sie messen mit speziellen Testprogrammen (Benchmarks) und kopieren größere Datenmengen auf die Festplatten.

Das Tempo beim Schreiben und Lesen von Daten ermitteln sie mit drei unterschiedlichen Größen: mit sehr großen Dateien wie Videofilmen (mehr als 1 Gigabyte pro Datei), mit mittelgroßen Dateien wie etwa Fotos (mehrere Megabyte pro Datei) sowie mit kleinen Files (wenige Kilobyte), zum Beispiel kurze Texte.

Neben den Tempomessungen ermitteln wir auch die Abmessungen der externen Festplatten und SSDs und protokollieren genau, welches Zubehör beiliegt. Dabei berücksichtigen sie unter anderem, wie lang das mitgelieferte USB-Kabel ist und welchen Anschluss es für PC, Tablet oder Laptop bietet.

Wer etwas mehr Speicherplatz braucht: Die Kingston XS2000 (2 TB) ist nicht ganz so schnell wie der Testsieger, bietet für einen kleinen Aufpreis aber den doppelten Speicherplatz. Die XS2000 (2 TB) kostet etwa 230 Euro.

Der Universal Serial Bus (USB) gehört zu den ältesten Normen für Computer. Ursprünglich als Ersatz für das Kabelwirrwarr von Tastatur, Maus und Drucker entwickelt, hat sich USB über die Jahre zu einem Universalstandard gemausert – seit USB 3.0 auch ausreichend flink, um größere Datenmengen mit hohem Tempo zu übertragen. Bei einer externen Festplatte ist nur wichtig, dass das Anschlusskabel passt. Bei einer externen SSD sollten Sie darauf achten, dass sie eine USB-C-Buchse hat – ältere Modelle mit anderen Buchsen sind oft langsamer. Am schnellsten sind USB4 und Thunderbolt 5 – diese SSDs sind aber oft eine ganze Ecke teurer.

Externe SSDs speichern die Daten auf Speicherchips. Dazu brauchen Sie nur noch eine kleine Steuerungselektronik. Das Ganze lässt sich so klein bauen, dass eine externe SSD locker in die Hosentasche passt. Eine SSD kann mehrere Speicherchips gleichzeitig lesen oder schreiben. Dadurch ist das Tempo bei der Datenübertragung viel höher als bei einer Festplatte. Die schaffen je nach Baugröße maximal 150 Megabyte pro Sekunde (2,5 Zoll) oder 250 Megabyte pro Sekunde (3,5 Zoll), während moderne SSDs leicht 1 Gigabyte pro Sekunde und mehr übertragen.

Wer riesige Foto- oder Videosammlungen unterbringen will, bekommt bei der Seagate Expansion Desktop Drive satte 16 Terabyte. Der Preis dafür: etwa 445 Euro, weniger als 30 Euro pro Terabyte (Stand: August 2026). Für eine Festplatte ist die Seagate ziemlich flott, mit dem Tempo einer externen SSD kann sie aber nicht mithalten.

Die Expansion Drive ist groß und schwer und braucht ein externes Netzteil – als Reisebegleitung ist sie daher ziemlich unpraktisch.

Festplatten speichern die Daten auf magnetischen Scheiben, die in zigtausende Spuren unterteilt sind. Dabei folgt der Schreibkopf einer Festplatte so lange einer Spur, bis sie voll ist, und wechselt dann auf die nächste Spur. Die einzelnen Dateien werden daher meist zusammenhängend geschrieben. Dadurch können Datenrettungsprogramme versehentlich gelöschte Dateien oder eine versehentlich formatierte Festplatte leichter wiederherstellen.

Das Wahnsinnstempo von SSDs können Festplatten nicht bieten. Dennoch haben sie einen Vorteil: Sie bieten mehr Speicherplatz fürs Geld. Die Intenso Memory Case bringt 5 Terabyte Speicherplatz, die deutlich größere und schwerere Seagate Expansion Desktop Drive sogar 16 Terabyte, braucht aber ein eigenes Netzteil für den Betrieb. Wie die getesteten SSDs und Festplatten im Detail abschnitten, zeigt die folgende Tabelle.

Info: Bei Notengleichheit in der Bestenliste sortieren wir nach unseren internen Testergebnissen, in denen wir auf drei Nachkommastellen genau rechnen.

Viel Speicher und viel Tempo – und dann noch nicht mal teuer. Diese Kombi bietet die Samsung Portable SSD T9 (1 TB). Fast genauso fix, aber etwas günstiger ist die Kingston XS1000 (1 TB). Und wer ein bisschen mehr Speicherplatz mit Tempo braucht, greift zur Kingston XS2000 (2 TB).

Eine externe SSD ist besser, wenn hohe Geschwindigkeit, Stoßfestigkeit, leiser Betrieb und kompakte Bauweise wichtig sind. Eine externe HDD (Festplatte) ist besser, wenn viel Speicherplatz zu einem möglichst günstigen Preis benötigt wird. Für Backups großer Datenmengen reicht oft eine HDD. Für Fotos, Videoschnitt, Spiele oder häufigen Transport ist meist eine SSD die bessere Wahl.

Kostenlose Datenrettungsprogramme für externe Festplatten sind zum Beispiel Recuva, TestDisk, PhotoRec und Windows File Recovery von Microsoft. Auch Programme wie DMDE oder EaseUS Data Recovery Wizard bieten kostenlose Versionen mit Einschränkungen. Wichtig: Bei Datenverlust sollte man die externe Festplatte nicht weiter beschreiben, keine neuen Dateien speichern und die Wiederherstellung möglichst auf einem anderen Laufwerk durchführen.

Wer viel Speicherplatz braucht, muss bei einer SSD mehr pro Terabyte bezahlen als bei einer Festplatte. Zudem ist die Datenrettung schwieriger, weil SSDs die Daten verstreuter speichern als Festplatten.

Das Tempo bei der Datenübertragung ist deutlich geringer als bei einer SSD. Festplatten sind auch bei Stürzen empfindlicher, vor allem die großen und schweren 3,5-Zoll-Modelle.

Ein Foto im Standardformat JPEG mit 24 Megapixeln ist etwa 10 bis 12 Megabyte groß. Das sind 80 bis 100 Fotos pro Gigabyte, 80.000 bis 100.000 Fotos pro Terabyte. Fotos mit höherer Auflösung oder im RAW-Format können aber auch deutlich größer ausfallen.

Als Faustregel gilt: Egal ob externe SSD oder Festplatte, die Daten sind etwa 5 bis 10 Jahre sicher gespeichert. Nach zehn Jahren sollten Sie die Daten auf einen neuen Datenträger kopieren, um das Risiko von Datenverlusten zu vermeiden.

Ein Indiz, dass eine Festplatte defekt ist: Sie macht lautere oder andere Geräusche als bisher. Dann sollten Sie die Daten besser sofort auf einen anderen Datenträger kopieren. Ansonsten deuten sich Defekte nur selten an, etwa, wenn die Festplatte oder SSD beim Zugriff auf die Daten deutlich mehr Zeit als sonst braucht.

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