Berlin-Wahl: Giffey verpasst Einzug ins Abgeordnetenhaus
Berlin-Wahl Giffey verpasst Einzug ins Abgeordnetenhaus Stand: 21.09.2026 • 14:15 Uhr
Die ehemalige Berliner Regierende Bürgermeisterin Giffey hat das Direktmandat in ihrem Wahlkreis verpasst. Die SPD-Politikerin gehört damit nicht mehr dem Abgeordnetenhaus an. Sie wurde knapp von ihrem CDU-Konkurrenten überholt.
Berlins Wirtschaftssenatorin und ehemalige Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) hat bei der Abgeordnetenhauswahl kein Direktmandat gewonnen und damit den Einzug ins Parlament verpasst. Im Wahlkreis Neukölln 6 unterlag sie knapp dem CDU-Kandidaten Olaf Schenk, der 27,7 Prozent der Erststimmen erhielt. Giffey kam nach Auszählung aller Wahlgebiete auf 26,3 Prozent. Giffey war nicht über die Landesliste der Berliner SPD abgesichert.
Nicht direkt gewählt wurden auch der CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers im Wahlkreis Treptow-Köpenick 4 sowie Innensenatorin Iris Spranger (SPD) in Marzahn-Hellersdorf 2. Beide sind jedoch über die Bezirkslisten ihrer Parteien abgesichert und ziehen trotzdem ins Abgeordnetenhaus ein. Auch SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach hat sein Direktmandat im Wahlkreis Steglitz-Zehlendorf 2 verfehlt. Er landete nur auf Platz drei hinter Tom Cywinski (CDU) und Daniel Eliasson (Grüne), wie aus den Ergebnissen der Landeswahlleitung hervorgeht. AfD-Fraktionschefin und Spitzenkandidatin für das Bürgermeisteramt, Kristin Brinker, kam in ihrem Wahlkreis in Steglitz-Zehlendorf 1 nur auf Platz 5. Dort gewann Tonka Wojahn von den Grünen.
Die Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp wurde im Wahlkreis Friedrichshain-Kreuzberg 1 mit 50,4 Prozent der Erststimmen deutlich direkt gewählt. Berlins noch Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) wurde in seinem Wahlkreis Spandau 5 zwar wiedergewählt, allerdings mit einem deutlich schlechteren Ergebnis als noch 2023: Er verlor 11,2 Prozent, kam aber immer noch auf 32,7 Prozent der Erststimmen. Wegners Partnerin und die noch amtierende Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (ebenfalls CDU) ist ebenfalls direkt gewählt worden. Sie kommt in ihrem Wahlkreis Marzahn-Hellersdorf 5 auf 31,6 Prozent bei den Erststimmen.
Ebenfalls nicht ins Abgeordnetenhaus zieht BSW-Spitzenkandidat Alexander King. Seine Partei hat den Einzug ins Parlament mit 4,7 Prozent verpasst und King konnte auch in seinem Wahlkreis Tempelhof-Schöneberg 6 kein Direktmandat erringen. Gleiches gilt für den Spitzenkandidaten der FDP: Christoph Meyer verpasste ein Direktmandat in seinem Wahlkreis Charlottenburg-Wilmersdorf 5. Bei den Erststimmen kam die FDP nur auf 6,0 Prozent. Die Partei zieht mit 2,5 Prozent bei den Zweitstimmen zudem nicht ins Abgeordnetenhaus ein.

